Vita

  • 1978 während des Karnevals gezeugt, an einem nasskalten Novembertag in Köln geboren und mit eineinhalb Jahren nach Bayern verschleppt, lerne ich schnell, dass ich in Tische beißen und Zeitungen zerreißen muss, wenn ich im Leben etwas erreichen will.
  • 1987 ist es soweit: Ich spiele im Krippenspiel der Zornedinger Kirchengemeinde die Maria – ein grandioser Erfolg! Ich beschließe Schauspielerin zu werden, mindestens aber berühmt.
  • 1999 bewerbe ich mich an staatlichen Schauspielschulen und überlege, ob ich lieber in Berlin oder Wien leben will, da ich davon ausgehen muss, dass mich mehrere Schulen aufnehmen werden.
  • 2001 hat mich keine der zehn Schulen aufgenommen. Ich beiße in einen Tisch und zerreiße eine Zeitung – es nützt nichts.
  • 2005 schließe ich mein Studium in München ab. Wenn ich mich recht erinnere: Theaterwissenschaft, Philosophie und Neuere deutsche Literatur. Dem Leitfaden für angehende Künstlerinnen folgend wohne ich ab jetzt in einer Berliner Altbauwohnung mit Kohleofen.                      
  • 2008 ziehe ich nach Strasbourg - und heirate. Hahahaha! Nur Spaß. 
  • 2010 wohne ich wieder in München und Berlin. Ich schreibe und singe nun bösartige, vor allem jedoch wildromantische Lieder über Welpen, zersägte Männer und geklaute Babys.
  • 2013 habe ich Nebenwohnsitze in München, Berlin und Köln und meinen Hauptwohnsitz am Tisch der zweiten Klasse im ICE (Fensterplatz in Fahrtrichtung, Ruhewagen). Falls dort jemand wagen sollte zu telefonieren, zerreiße ich ihm mindestens die Zeitung.

  • 2014 bekomme ich in München den Ernst Hoferichter-Preis verliehen. Das freut mich sehr, denn es handelt sich um einen Autoren-Preis. Ich werde also für meine Liedtexte geehrt und nicht fürs Klavierklimpern oder Ganz-toll-Texte-auswendig-lernen-Können. Hurra. Man hat mich verstanden. 

  • 2015 ziehe ich nach Ostwestfalen. Ganz freiwillig. Immerhin muss ich hier nicht mehr U-Bahn fahren. Den Zweitwohnsitz im ICE behalte ich vorsichtshalber.

  • 2016 erhalte ich den Deutschen Kabarettpreis. Also: Den Nachwuchs-Preis. Ich bedanke mich im Namen meines Nachwuchses!